Burgen rund um La Vancelle

Rund um La Vancelle liegen vier Burgen, die teilweise zu Fuß erreichbar sind.
Am bekanntesten ist die Hohkönigsburg.
Der Name steht im Gegensatz zur Niederen Königsburg, dem Kintzheimer Schloß.
Die Gründung der Burg gehört in die Zeit des Investiturstreits und ist Teil der Auseinandersetzungen des Kaisers Heinrich V mit seinen Gegnern. Als der Kaiser 1116 nach Italien aufbrach, ernannte er drei Stellvertreter. Friedrich II von Schwaben, dessen Bruder Konrad, den späteren König Konrad III, und den lothringischen Pfalzgrafen.
Etwa in dieser Zeit (1114-1120) hatte Friedrich sich den Stophanberch wiederrechtlich angeeignet und auf seinem Gipfel eine Burg errichtet. Diese Maßnahme stand zum einen im Zusammenhang mit der Sicherung der Stellung des salischen Kaisers, aber auch mit dem Ausbau der staufischen Macht. (Von Friedrich sagte man:"Er zieht stets eine Burg am Schweif seines Rosses nach sich.")
Diese erste Burganlage ist nicht mehr zu sehen, denn die Burg, im 15. Jahrhundert zeitweilig ein Raubritternest, wurde bei zwei Belagerungen 1454 und 1462 größtenteils zerstört.
Die Ruine fiel zurück an das Reich und wurde von den Habsburger Kaisern an die Familien Thierstein (1479-1533) und Sickingen (1533-1606) verliehen. In dieser Zeit wurde die Burg neu aufgebaut. Die damals modernen Wehranlagen hielte aber der schwedischen Belagerung im 30-jährigen Krieg nicht stand und am 7.9.1633 wurde die Burg den Belagerern übergeben. Nach der Plünderung und Zerstörung durch die Schweden wurde die Burg nicht wieder aufgebaut. Die Zeiten der Burgen als Befestigungsanlagen waren mit der aufkommenden Artillerie vorbei.
1865 kam die Burg in den Besitz der Stadt Schlettstadt.
Am 4.5.1899 schenkte die Stadt anläßlich eines Besuchs Wilhelms II dem Kaiser die Burgruine. Ihr fehlte das Geld, um sich um die Ruine zu kümmern, von der nur noch die Grundmauern standen.
"Ich bin glücklich, eine eigene Domäne im Elsaß zu besitzen", schrieb der Kaiser dem Bürgermeister. Zuerst wußte er allerdings nicht so recht, was er mit der Ruine anfangen sollte. Der Berliner Architekt Bodo Eberhardt überzeugte ihn davon, den Zustand des 16. Jahrhunderts wiederherzustellen. Der Landesausschuss von Elsaß-Lothringen, eine Art Parlament, erklärte sich bereit, das Projekt mitzufinanzieren. Ein Grund für den Kaiser, eine Sonderregelung außer Kraft zu setzen, die den Elsässern und Lothringern weniger Rechte eingeräumt hatte, als den Bewohnern des Reichs.
1900-1908 wurde die Burg im Auftrag von Kaiser Wilhelm II renoviert.
Am 13. Mai 1908 regnete es in Strömen. Ein Meer von Regenschirmen säumte den Weg zur Hochkönigsburg bei Schlettstadt. So hatte sich der deutsche Kaiser Wilhelm II den Festumzug zur Einweihung seiner Burg allerdings nicht vorgestellt.
1993 wird das restaurierte Schloß zum historischen Bauwerk erklärt und unter Schutz gestellt.
Öffnungszeiten:
Januar: Geschlossen Februar: 9-12 und 13-16 Uhr März: 9-12 und 13-17 Uhr April-September: 9-12 und 13-18 Uhr Oktober: 9-12 und 13-17 Uhr November und Dezember: 9-12 und 13-16 Uhr
Die Ortenburg
Residenz Rudolfs von Habsburg und Anna, Erbtochter des Scherzgaus (1258) und der Ortenburg.
Ramstein
gebaut, da Adolf von Nassauen die Ortenburg an Otto von Ochsenstein gegeben hatte, der aber nicht eingelassen wurde. Um die Ortenburg einzunehmen, baute er die Burg Ramstein.
Frankenburg
Erbaut um 1200

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