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Sainte-Marie-aux-Mines

Silberberwerke und seine Textilindustrie

Die ersten Spuren des Bergbaus in Sainte-Marie-aux-Mines sind fast 1000 Jahre alt. Der Höhepunkt des Silberabbaus lag im 16. Jahrhundert. Damals wurden hier die reichsten Silbervorkommen Frankreichs abgebaut. Zeitweise arbeiteten 2.000 Menschen in den Bergwerken. Nur mit Hammer und Spitzhaue trieben die Bermänner 300 km Gänge in die Vogesen. Im Durchschnitt kamen sie dabei 9 cm am Tag voran.

Das Heimatmuseum zeigt Werkzeuge und Urkunden, eine Grube aus dem 16. Jahrhundert, Pläne, Mineralien und Alltagsgegenstände der Bergleute.

Zwar reicht die Geschichte des Stoffes in St. Marie-aux-Mines bis in das Mittelalter zurück, doch am Beginn der Textilindustrie stehen die hierher geflüchteten Hugenotten. Im 18. Jahrhundert hat sie ihren Höhepunkt erreicht: Man findte Tuchweber neben Spitzenmachern und Strumpffabrikanten. Die Arbeit wird von Bauern in Heimarbeit geleistet.

Im Heimatmuseum wurde ein Webersaal mit verschiedenen zur Stoffabrikation notwendigen Geräten aufgebaut.